Solidaritätsaktion für Kinder in der Ukraine: Cinema Eupen und Scala Büllingen zeigen „Klitschko“

Die Not und das Leid der Menschen in der Ukraine sind erschütternd und viele Menschen wollen helfen. Jetzt hat die überwältigende Mehrheit der deutschen Kinos beschlossen, ein gemeinsames Zeichen zu setzen und am Sonntag eine einmalige Spendenaktion zu initiieren. Rund 450 Kinos zeigen die Dokumentation "Klitschko" und spenden die kompletten Einnahmen für Kinder in der Ukraine. Bei der Aktion machen auch die ostbelgischen Kinos mit.

Vitali und Wladimir Klitschko

Vitali und Wladimir Klitschko im Juni 2011 bei der Premiere der Dokumentation "Klitschko" in Berlin (Bild: Jens Kalaene/EPA)

Das Cinema in Eupen und das Kino Scala in Büllingen zeigen am Sonntagabend die Dokumentation über die Klitschko-Brüder und spenden die Einnahmen zugunsten der Aktion „Ein Herz für Kinder“.

Scala-Betreiber Rainer Stoffels musste nicht lange überlegen, ob sein Kino bei der Aktion mitmacht. „Das ist eine ganz tolle Initiative von Herrn Koch von der Cineplex-Gruppe in Deutschland, den wir auch persönlich sehr gut kennen. Der hat die Initiative ergriffen, so eine Spendenaktion mit der Vorstellung eines Dokumentarfilms über die Gebrüder Klitschko anzubieten.“

Ursprünglich war die Spendenaktion beschränkt auf die Mitglieder der Cineplex-Gruppe, also rund 200 Kinos. „Aber wir haben uns dann direkt dieser Initiative angeschlossen“, so Stoffels.

Mittlerweile ist die Zahl der mitmachenden Kinos auf über 450 angewachsen. „Jeden Tag werden es mehr Kinos, die hinzu stoßen und bald wird die Schallmauer von 500 Kinos überschritten sein.“

Für die Dokumentation „Klitschko“ hat der deutsche Regisseur Sebastian Dehnhardt die Brüder begleitet. Der Film beginnt mit der Kindheit der beiden Brüder Vitali und Wladimir Klitschko in der Ukraine, wie sie gestartet haben, beide als Amateur-Boxer. Nach ihrem Umzug nach Deutschland sind sie beide zur internationalen Spitze im Boxsport aufgestiegen.

„Da werden Wegbegleiter der Brüder Klitschko befragt, Gegner werden befragt und man hat auch sehr schöne Einblicke in das Privatleben der Gebrüder“, erzählt Stoffels. „Der Film ist vor elf Jahren erstmalig in die Kinos gekommen. Zu diesem Zeitpunkt wusste man nicht, welche Weiterentwicklungen geschehen. Vitali wurde ja im Jahre 2014 zum Bürgermeister von Kiew gewählt und steht jetzt an vorderster Front. Sein Bruder unterstützt ihn dabei. Beide sind der Aktion ‚Ein Herz für Kinder‘ eng verbunden und da werden jetzt schon seit Jahren Projekte in der Ukraine gefördert.“

Seit dem russischen Angriffskrieg in der Ukraine ist die Situation gerade für Kinder dramatisch geworden. Von daher sei die Aktion, jetzt diesen Film flächendeckend in ganz Deutschland zu zeigen und auch im deutschsprachigen Grenzgebiet ausgesprochen sinnvoll, so Stoffels.

Im Scala ist der Eintrittspreis festgelegt worden auf 10 Euro. Der Betrag wird zu 100 Prozent gespendet. Das geht online oder an der Kinokasse. „Der Besucher hat jedoch die Möglichkeit, einen höheren Ticketpreis zu zahlen.“

Im Scala läuft „Klitschko“ am Sonntag, dem 20. März ab 18:00 Uhr Uhr. Alle Einnahmen aus dieser Vorstellung gehen an die Hilfsorganisation „Ein Herz für Kinder“ und kommen Kindern in der Ukraine zugute. Im Cinema in Eupen läuft der Film ab Donnerstag. Die Sondervorstellung im Rahmen der Spendenaktion startet am Sonntag um 20:00 Uhr.

sn/sh