Mel Gibson sorgt immer wieder für heftige Kontroversen

Hollywoodstar Mel Gibson - "Braveheart", "Was Frauen woll'n", "Mad Max", "Lethal Weapon" oder "die Passion Christi" - ist ein großartiger Schauspieler und Regisseur, sagen die einen, ein Antisemit, Frauenhasser und Homophob die anderen. Nun hat er es schon wieder in die Schlagzeilen geschafft.

Mel Gibson beim Filmfest in Cannes 2011 (Archivbild: Ian Langsdon/AFP)

Mel Gibson beim Filmfest in Cannes 2011 (Archivbild: Ian Langsdon/AFP)

Die Zeitung De Morgen schreibt am Dienstag: Mel Gibson hat sein Comeback längst geschafft und das trotz der vielen Negativschlagzeilen, die es um den „Braveheart“-Helden gab. Erinnert man sich an den Film, denkt man auf Anhieb „Was für ein klasse Typ“. Man nehme nur die beste Szene aus Braveheart und schon ist man eigentlich begeistert.

„Braveheart“ ist ein Film, der im 13. Jahrhundert spielt. König Eduard I. von England beansprucht den Thron Schottlands und quält das schottische Volk mit Tyrannei und harten Gesetzen. Mel Gibson, auch Regisseur des Film, spielt hier den Freiheitskämpfer William Wallace. Ein Film von 1995, der viele Fans für sich gewinnen konnte.

Mel Gibson ist inzwischen 63 Jahre alt. Er ist  ein Mann, der nicht nur in Sachen #MeToo mehr als aufgefallen ist. Da war unter anderem die Story mit seiner ehemaligen Lebensgefährtin, die russische Pianistin Oksana Grigorieva, mit der er auch eine Tochter hat. Grigorieva veröffentlichte 2010, als die beiden Streit um das Sorgerecht der Kleinen hatten, Telefonate mit Gibson, in denen er überaus aggressiv in den Hörer schrie und sie sehr beleidigte.

Mel Gibson ist auch durch seine homophoben wie auch judenfeindlichen Aussagen in die Schlagzeilen geraten. Der Film Passion Christi von 2004 erntete einerseits Beifall, aber auch harsche Kritik, unter anderem von David Denby, der als renommiertester Filmkritiker des „New Yorker“ gilt und der angeekelt zu dem Urteil kam, „Passion Christi “ sei „einer der grausamsten Filme der Kinogeschichte“ – Es gilt zu sagen, der Film war sehr blutrünstig“, sodass die Zuschauer, laut Kinokritik, nur so in ihren Kinositzen immer tiefer rutschten. Ein „krank machender Todestrip“, so die Worte des Filmkritikers Denby. Dann gab es wochenlang Debatten darüber, ob „die Passion Christi“ antisemitisch sei oder vielmehr ein Meisterwerk. Da schieden sich die Geister. Gibson reagierte nie auf die Vorwürfe in Sachen Antisemitismus, aber 2006 griff er in Malibu verbal einen Polizisten an. Er stand unter Alkoholeinfluss und schrie, dass die Juden verantwortlich seien für die Kriege in de Welt. Vor diesem Hintergrund, sei es, so die Zeitung De Morgen am Dienstag, einfach unbegreiflich, dass dieser Mann überhaupt ein Comeback erleben konnte.

Letztere Filme

2017 gab es eine flache Komödie mit dem Titel „Daddy’s Home -ein Vater zu viel“. In diesem Jahr der Film „dragged across concrete“, in dem er einen Polizisten spielt, der vom Dienst suspendiert wurde, als ein Video rauskam, in dem er einen lateinamerikanischen Kriminellen schikaniert und dabei mit rassistischen Anfeindungen nicht hinterm Berg hält. Und „The professor and the madman“, wo er an der Seite von Sean Penn spielt.

In der Angelegenheit mit Oksana Grigorieva musste Gibson ihr 750.000 Dollar zahlen. Und er darf seine Tochter nur besuchen, solange eine benannte Person dabei ist. Grigorieva darf zudem nichts mehr publizieren, wo die Turbulenzen zwischen den beiden zu hören sind. Sonst verliert sie ihr Recht auf die 750.000 Dollar. Mel Gibson wurde außerdem damals zu 16 Stunden Sozialdienst verurteilt, musste sich einem Programm gegen häusliche Gewalt und einer psychologischen Behandlung unterziehen.

demorgen/js

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