Israelische Autorin übt scharfe Kritik an deutschem Filmregisseur

Die israelische Autorin Ayelet Gundar-Goshen wirft Regisseur Florian Henckel von Donnersmarck Geschichtsfälschung vor.

Florian Henckel von Donnersmarck bei einem Empfang für die Nominierten der Kategorie "Ausländischer Film" (Bild: Nick Agro/AFP)

Florian Henckel von Donnersmarck bei einem Empfang für die Nominierten der Kategorie "Ausländischer Film" (Bild: Nick Agro/AFP)

Sein für den Auslands-Oscar nominiertes Künstlerporträt „Werk ohne Autor“ hat nach ihrer Überzeugung keinen Preis verdient. Ein Werk, das zum Teil im Deutschland des Zweiten Weltkriegs spielt und den Holocaust nicht erwähne, sei „moralisch defekt“, sagte die in Tel Aviv lebende Schriftstellerin und Drehbuch-Autorin der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“.

In „Werk ohne Autor“ hatte Donnersmarck den fiktiven Künstler Kurt Barnert in den Mittelpunkt gestellt, angelehnt an die Biografie Gerhard Richters. Der 87-jährige Künstler hat den Film schon als Verzerrung seines Werdegangs kritisiert.

dpa/rkr

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