„Three Billboards Outside Ebbing, Missouri“ räumt bei Globes ab

Der Golden Globe für das beste Drama geht in diesem Jahr an den Film "Three Billboards Outside Ebbing, Missouri" von Regisseur Martin McDonagh. Insgesamt gewann das Werk um Polizeiwillkür und Rassismus bei der Gala in Los Angeles vier Golden Globes, darunter auch den für Frances McDormand als beste Hauptdarstellerin.

Golden Globes: "Three Billboards Outside Ebbing" räumt ab - Martin McDonagh, Sam Rockwell, Frances McDormand, Graham Broadbent und Peter Czernin (Bild: Frederic J. Brown/AFP)

Golden Globes: "Three Billboards Outside Ebbing" räumt ab - Martin McDonagh, Sam Rockwell, Frances McDormand, Graham Broadbent und Peter Czernin (Bild: Frederic J. Brown/AFP)

In der Kategorie Beste Komödie/Musical gewann die Tragikomödie „Lady Bird“ von Greta Gerwig den Hauptpreis. Der Preis für den besten Hauptdarsteller in einem Drama ging an den Briten Gary Oldman (59) für „Churchill – Die dunkelste Stunde“ über den ehemaligen britischen Premierminister Winston Churchill.

Als bester Regisseur gewann der Mexikaner Guillermo del Toro für „Shape of Water – Das Flüstern des Wassers“. Das Fantasymärchen war mit sieben Nominierungen der Favorit des Abends gewesen, erhielt dann aber „nur“ noch den für die beste Filmmusik des Komponisten Alexandre Desplat.

Als beste Hauptdarstellerin in der Sparte Komödie/Musical wurde die irisch-amerikanische Schauspielerin Saoirse Ronan für „Lady Bird“ ausgezeichnet. Die 23-Jährige spielt darin eine rebellische Schülerin, die ihrer kleinstädtischen Heimatstadt überdrüssig ist. In derselben Sparte gewann James Franco den Globe als bester Hauptdarsteller. Der 39-Jährige überzeugte den Verband der Hollywood-Auslandspresse mit seiner Rolle als exzentrischer Regisseur Tommy Wiseau in der Tragikomödie „The Disaster Artist“, bei der Franco auch Regie führte.

Allison Janney und Sam Rockwell gewannen Auszeichnungen als beste Nebendarsteller. Rockwell wurde für seine Rolle in „Three Billboards Outside Ebbing, Missouri“ geehrt, in dem er einen rassistischen und gewalttätigen Polizisten spielt. Janney gewann für ihre Rolle als herzlose, strenge Mutter in der Tragikomödie „I, Tonya“.

Der deutsche Regisseur Fatih Akin konnte sich über eine Auszeichnung für sein NSU-Drama „Aus dem Nichts“ mit Hauptdarstellerin Diane Kruger freuen: Der Thriller wurde mit dem Golden Globe als bester nicht-englischsprachiger Film geehrt.

Viele Stars nutzten das Rampenlicht zum Protest gegen Sexismus und die Benachteiligung von Frauen im Showbusiness und anderen Branchen. Aus Solidarität mit Opfern sexueller Belästigung in Zeiten der #MeToo-Bewegung kleideten sich die meisten ganz in Schwarz. Auf der Bühne forderten sie zum Kampf für die Gleichstellung von Frauen auf.

Gewinner

Bestes Filmdrama: Three Billboards Outside Ebbing, Missouri
Beste Komödie/Musical: Lady Bird
Bester Schauspieler in einem Filmdrama: Gary Oldman (Darkest Hour)
Beste Schauspielerin in einem Filmdrama: Frances McDormand (Three Billboards Outside Ebbing, Missouri)
Bester Schauspieler in einer Komödie/Musical: James Franco (The Disaster Artist)
Beste Schauspielerin in einer Komödie/Musical: Saoirse Ronan (Lady Bird)
Bester Nebendarsteller: Sam Rockwell (Three Billboards Outside Ebbing, Missouri)
Beste Nebendarstellerin: Allison Janney (I, Tonya)
Beste Regie: Guillermo del Toro (Shape of Water – Das Flüstern des Wassers)
Bestes Drehbuch: Martin McDonagh (Three Billboards Outside Ebbing, Missouri)
Bester nicht-englischsprachiger Film: Aus dem Nichts (Deutschland)
Beste Filmmusik: Alexandre Desplat (Shape of Water – Das Flüstern des Wassers)
Bester Filmsong: This Is Me aus „The Greatest Showman“
Bester Animationsfilm: Coco

dpa/rkr/km