Wasser für die Elefanten

Sara Gruen erzählt in ihrem Roman eine im Zirkusmilieu angesiedelte Liebesgeschichte aus dem Amerika der dreißiger Jahre.

Jakob, Student einer Elite-Uni, sieht sich nach furchtbaren Schicksalsschlägen genötigt, auszubrechen: Er will nur noch weg, ein neues Leben beginnen.

Er reißt aus, springt auf einen Zug und landet bei Benzinis „spektakulärster Show der Welt“. Der Wanderzirkus mit einer doch recht armseligen Show wird mehr als einmal von den enttäuschten Zuschauern fortgejagt.

Dort lernt er Marlena kennen. Die junge Artistin und ihre Pferdenummer sind die Attraktion der Manege. Marlena ist jedoch verheiratet mit Jakobs neuem Chef, einem jähzornigen Mann.

Erzählt wird die Geschichte vom 90-jährigen Jakob, der im Altersheim lebt und sich zurückerinnert. Ein Zirkus kommt in die Stadt und gastiert am anderen Ende der Straße. Der alte Jakob freut sich auf den Besuch, der ihm für ein paar Stunden die Möglichkeit eröffnet, aus seinem tristen Heimleben auszubrechen, und der ihn an so vieles aus seiner Jugend erinnert.

Was sich im ersten Augenblick wie ein recht normaler Romanplot anhört, ist es ganz und gar nicht. Sara Gruen erzählt nicht nur mit außerordentlicher Intensität, es gelingt ihr, eine Geschichte zu entwickeln, die voller Überraschungen steckt und auf eine Weise endet, die schön und unvorhergesehen – aber keineswegs kitschig – ist.

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