Serdar Somuncu: Karneval in Mio

Der türkische Kabarettist Serdar Somuncu hasst den Karneval. In seiner Wohnung, dem selbsternannten Karnevalsasyl, entstand eine fünftägige Selbstbetrachtung. Der Buchtipp in Närrisch aufgelegt am Rosenmontag, 7. März.

Serdar Somuncu

Kabarettist Serdar Somuncu

Serdar Somuncu: Karneval in Mio

Serdar Somuncu: Karneval in Mio

Serdar Somuncu mal ganz anders: Er schreit nicht, er schreibt! Fünf Tage – besser gesagt: fünf lange Tage – verbringt der türkische Kabarettist auf der Flucht vor rheinischem Frohsinn und Täterä, eingesperrt in seiner Wohnung und gefangen in seiner Selbstbetrachtung. Dabei entsteht eine höchst amüsante Innenschau.

Ob seine Nachbarn, ein Selbstmörder, der Psychiater oder die nervige Freundin – Karneval in Mio ist eine Gratwanderung auf der Suche nach Sinn und Freude und gerät zu einem schunkelnden Albtraum, an dessen vorprogrammierten Ende am Aschermittwoch eine fast zärtliche Liebesgeschichte entsteht.

Autor

Serdar Somuncu ist Schriftsteller, Schauspieler, Regisseur und Kabarettist. Geboren in Istanbul hat er heute nur noch die deutsche Staatsangehörigkeit. Bekannt wurde er 1996 mit einer szenischen Lesung von ausgewählten Textstellen aus dem Buch ‚Mein Kampf‘ von Adolf Hitler. Seine jahrelange Tournee unter dem Titel ‚Nachlass eines Massenmörders‘ wurde zu einem großen Publikumserfolg.

Somuncu ist sicher gewöhnungsbedürftig und nicht alle mögen seine unverblümte Art.“ Man muss Serdar Somuncu nicht mögen, aber es ist ein Versäumnis, ihn nicht zu kennen“ (Deutschlandfunk). Für seine künstlerische Arbeit erhielt er mehrere Auszeichnungen, unter anderem 1993 den europäischen Nachwuchsförderpreis. Serdar Somuncu war auch bereits in Eupen zu Gast.

Buchdetails

Serdar Somuncu
Karneval in Mio
Satire, 111 Seiten
Preis: 9,95 Euro
Erschienen im WortArt-Verlag
ISBN: 978-3-8419-0017-3

Gewinner: Dennis Desmet aus Eupen, Britta Balke aus Raeren, Arno Roehl aus Ovifat und Petra Hüweler aus Amel

Bild: Michael Palm

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