Tanja Mosblech stellt erstes Buch vor

"La fille à l'arbre" heißt das erste Buch der Eupener Malerin Tanja Mosblech. Das "Bilderbuch", wie sie es nennt, enthält 105 Farbabbildungen ihrer Gemälde sowie ein von der Künstlerin geschriebenes Gedicht, das alle Bilder miteinander verbindet.

Auszug aus "La fille à l'arbre" von Tanja Mosblech (Bild: privat)

Auszug aus "La fille à l'arbre" von Tanja Mosblech (Bild: privat)

„Es geht um die Frau und nur um die Frau, die Frau in der Natur. Das sind wirklich beide Pole, die sich eigentlich durch mein ganzes Leben ziehen – über Generationen hinweg: Im Grunde genommen ganz direkt meine Mutter, ich selbst, meine Kinder. Aber dann auch weiter hinaus wirklich zu Frauen generell, Mütter generell, die Oma, die Frau vorher und die Frau, die kommt“, erklärt Tanja Mosblech.

„2016 war ich auf Zypern. Da war ich zu einer Künstler-Residenz eingeladen worden und durfte da drei Wochen arbeiten. Dort bin ich in einer ganz kleinen Buchhandlung auf ein Foto gestoßen von einem türkischen Mädchen, oder einer jungen Frau besser gesagt, die in einem Studio steht und hinter ihr ist quasi als Dekoration ein kleiner Baum hingestellt worden. Unten sieht man den abgesägten kleinen Stamm und ich hatte wirklich so einen Moment, wo ich dachte: ‚Wow, sie steht da so aufrecht und guckt in die Kamera und ich weiß gar nichts von ihr‘. Gleichzeitig hatte ich das Gefühl, ich kenne sie.“

„Dieses Mädchen, dieses ‚La fille à l’arbre‘ habe ich mindestens zehn Mal gemalt und das ist wie ein roter Faden durch das Buch. Aber eigentlich ist es das Herzstück auch schon für die Bilder, die vorher existiert haben, weil es ging um die Natur und um die Frau. Das war wirklich so ein Erlebnis für mich, dieses Bild zu sehen und das hat dieses Herz gebildet und daher der Titel. Auch im Buch selber sind, glaube ich, acht Bilder alleine von dieser jungen Frau.“

„Ein Buch ist wirklich noch mal ein Ding für sich und auch allein schon, wenn man dann hingeht und die Wahl treffen muss. Was für ein Papier? Wird es ein Hardcover? Wird es ein Weichcover? Wie fühlt sich das an in der Hand? Wir hatten einen sehr professionellen und sehr netten Grafiker zur Seite, der mir sagte: ‚Tanja, vergiss auch ein bisschen die Farben und die Größen‘, weil die Größen korrespondieren nicht im Buch. Ein kleines Bild ist nicht unbedingt ein kleines Bild im Buch, manchmal ist ein kleines Bild plötzlich ganz groß und ein großes klein. Aber das Ding ist, dass das ein eigenes Objekt wird, was man anfassen kann. Das ist ein bisschen auch ein Resümee meiner Arbeit und wird aber zu etwas Neuem und das ist eigentlich sehr schön zu sehen. Dank der professionellen Hilfe von Christian Charlier von XACT Production und seinem Team sind die Farben diesmal auch wirklich wunderbar.“

Am Mittwochabend stellt sie ihr Buch in der Ketteniser Galerie „Vorn und oben“ öffentlich vor.

jp/sr