Auf dem Plakat prangen diesmal ein roter Traktor und ein Schild mit der Aufschrift "25" - für die Jubiläumsauflage beim "TheaterFest" und für Tempo 25 - im Sinne der Entschleunigung.
Die Compagnie EA EO aus Wevelgem reduziert zur Eröffnung des TheaterFestes die Bühnenfläche, während Ieto aus Toulouse bei ihrem artistischen Wettstreit ohne Worte auskommen und doch etwas erzählen.
Umso wortgewaltiger das tragikomische Quartett der Blackbox-Company aus Köln, die sich auf einem Floß im Nirgendwo wiederfinden - eine Art Gegenstück zu "Strandgut", dem jüngsten Agora-Stück, das beim TheaterFest ebenso wiederzusehen ist wie das mehrfach preisgekrönte "Heute: Kohlhaas".
Dessen Regisseur Claus Overkamp bringt außerdem mit "Schwester" eine kindlich-poetische Inszenierung eines Bilderbuches von Jon Fosse auf die Bühne. Auf großes Interesse auch bei Zuschauern aus dem Landesinnern stößt "Le carnaval des ombres", ein teils autobiographisches Stück des aus Weismes stammenden Serge Demoulin, das sich mit viel Feingefühl und auch Humor an ein Tabuthema ostbelgischer Geshcichte heranwagt: die Zwangssoldaten.
Bild: BRF Fernsehen