Rotkreuzmuseum für internationales Völker- und Menschenrecht

In diesen Stunden wird auf der früheren NS-Ordensburg Vogelsang in der deutschen Eifel ein Rotkreuzmuseum eröffnet. Wo früher NS-Täter geschult wurden, öffnet jetzt ein Museum für internationales Völker- und Menschenrecht seine Tore.

Vogelsang: Rotkreuzmuseum für internationales Völker- und Menschenrecht

Vogelsang: Rotkreuzmuseum für internationales Völker- und Menschenrecht

Das Rotkreuzmuseum wurde nach dem Vorbild der beiden größten Museen der Internationalen Rot-Kreuz-Bewegung in Genf und dem italienischen Castiglione konzipiert. Der sogenannte „geistige Vater“ und Geschäftsführer des Rotkreuzmuseums  ist Rolf Zimmermann.

Das Rotkreuzmuseum stellt einen wahren Kontrapunkt zur traurigen Vergangenheit dar – und verschweigt natürlich nicht, dass auch das Deutsche Rote Kreuz in der Nazidiktatur instrumentalisiert wurde. Doch das Museum bietet mehr: Erste-Hilfe-Austrüstungen, Bücher, Embleme und Infotafeln – insgesamt 4.000 Ausstellungsobjekte informieren über die Arbeit des Roten Kreuzes auf der ganzen Welt. Ein Name taucht dabei immer wieder auf: Henry Dunant, Schweizer Geschäftsmann und Gründer des Roten Kreuzes.

Die Umsetzung des Rotkreuzmuseums hat etwa zwei Jahre gedauert. Voller Stolz eröffnet das ehrenamtliche Team um Rolf Zimmermann am Dienstag die Werkstattausstellung. Das Rotkreuzmuseum ist bis Ende Juli und im August ausschließlich an den Wochenenden geöffnet: Samstag und Sonntag von 10:00 bis 17:00 Uhr.  Mehr Infos gibt es auf vogelsang-ip.de.

Bilder: BRF