Das Weltmusikfest und das Straßenkünstler-Festival "Haaste Töne?!" haben am Wochenende wieder zahlreiche Besucher nach Eupen gelockt. Wegen des Vennbrandes musste das Festival kurzfristig vom Temsepark auf das Gelände rund um den Alten Schlachthof ausweichen.
Rund 2.500 Besucher kamen nach Angaben des Veranstalters an den drei Festivaltagen. Und der kurzfristige Standortwechsel scheint dem Festival nicht geschadet zu haben, erklärt René Janssen, Geschäftsführer von Chudoscnik Sunergia. "Uns hat überrascht, dass wir das innerhalb von vier Tagen ganz gut geschafft haben, das Festival umzuziehen. Das Festival ist reibungslos verlaufen und überrascht hat uns auch, dass wir zwischen dem Lascheterweg und Stockem eigentlich ein Gelände vorgefunden haben, was sich hervorragend für unser Festival eignet, was uns so nicht bewusst war."
Die Besucher kommen Jahr für Jahr von nah und fern, um am Festival teilnehmen zu können. "Im deutschsprachigen Grenzraum sind wir der einzige Veranstalter eines Straßentheaterfestivals. Mittlerweile spricht man auch von modernem Zirkus. Wir haben Darbietungen, die meist draußen stattfinden, die unkonventionell sind, wo es Zirkuskünste zu sehen gibt, Clowns, Trapez, aber auch Tanz und auch wirklich große Überraschungen."
Für Janssen ist genau diese Mischung das Erfolgsrezept des Festivals. Und auch für das kulturelle Leben in Eupen spielt "Haaste Töne?!" eine wichtige Rolle. "Ich denke, dass das "Haaste Töne?!" eines der großen Kulturveranstaltungen in Eupen ist, weil wir ein sehr hochwertiges Programm anbieten. Alle auftretenden Künstler machen dies eigentlich hauptberuflich. Es ist wirklich etwas Besonderes."
Ob "Haaste Töne?!" und das Weltmusikfest im kommenden Jahr wieder in der Unterstadt stattfinden werden, ist allerdings noch offen. "Es so, dass die Flächen in der Unterstadt nicht alle gut zu bespielen sind. Die Stadt hat uns in der jüngsten Vergangenheit auch Kosten in Rechnung gestellt, die in den Jahren davor nie in Rechnung gestellt wurden. Auch sind wir mit Zuschusskürzungen konfrontiert, sodass es auch ein finanzielles Abwägen geben wird, wo und unter welchen Bedingungen wir dieses Festival zukünftig am besten veranstalten können."
Fest steht für René Janssen aber: "Haaste Töne?!" und das Weltmusikfesten sollen weitergehen. Nach mehr als 30 Jahren könnte das Festival allerdings vor einer neuen Standortentscheidung stehen.





