Pariser Bistros wollen Unesco-Kulturerbe werden

Bei einem Besuch in Paris darf ein Besuch in einem Pariser Bistros nicht fehlen. Ob einfach nur ein Gläschen Wein oder eine kleine Mahlzeit, die Bistros vermitteln das Französische „Savoir Vivre“. Jetzt hätten die Pariser gerne, dass ihre Bistros in das immaterielle Kulturerbe der Unesco aufgenommen werden.

Die Bistros seien bedroht und müssten entsprechend geschützt werden, sagte der Gastronom Alain Fontaine am Montag in Paris im Namen einer Interessenvertretung.

Die Bistros sind bei Touristen und Einheimischen sehr beliebt. Ob man morgens seinen Kaffee trinkt und Zeitung liest oder aber abends auf einen Aperitif vorbei geht – dort trifft man Bekannte oder lernt neue Leute kennen und jeder ist von diesem Charme irgendwie begeistert. Das sagt auch die Pariser Bürgermeisterin Anne Hidalgo. Sie teilte via Twitter mit, die Lokale seien einfach „ein wesentlicher Bestandteil des Charmes und der Identität von Paris“.

Dazu haben diese Bistros eine Geschichte. Das Wort „Bistro“ tauchte in Paris das erste Mal Anfang des 19. Jahrhunderts auf und ist von dem russischen Wort „schnell“ abgeleitet worden. Paris war damals von russischen Soldaten besetzt.

In den letzten 20 Jahren hatten es die kleinen Lokale nicht leicht zu überleben. Die Zahl der klassischen Pariser Bistros ging um die Hälfte zurück. Das berichtet die Vereinigung zur Unesco-Einschreibung. Größere Gastronomieketten und andere Betreiber kauften Bistros auf und wandelten sie in Schnellrestaurants oder Imbisse um. Umso wichtiger sei es, dass man die noch bestehenden schützt.

lo/dpa

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