Manuskripte von John Lennon, Mark Twain und René Magritte versteigert

Briefe von René Magritte gingen bei einer Sotheby's-Auktion in New York für 218.500 Dollar über die Theke. Ein Songtext von John Lennon war eine Million Dollar wert.

A Day In The Life: handgeschriebener Songtext von John Lennon

A Day In The Life: Der handgeschriebene Songtext von John Lennon war einem Bieter eine Million Dollar wert

Texte von Mark Twain, John Lennon und René Magritte haben bei einer Auktion in New York hohe Preise erzielt.

Für Briefe von René Magritte bezahlte eine US-amerikanische Einrichtung 218.500 Dollar (ca. 176.000 Euro). Zum Paket gehören etwa 40 handgeschriebene Briefe des Malers. Auch Ansichtskarten sind dabei. Es war auf 200.000 bis 400.000 Dollar geschätzt worden.

Es handelt sich um Magrittes Briefverkehr mit seinem Freund, dem Dichter Paul Colinet. Colinet hatte einen wichtigen Einfluss auf Magrittes surrealistisches Werk. Die Briefe sind mit Skizzen und Zeichnungen geschmückt.

Twain doppelt so viel Wert wie geschätzt

Ein bisher nicht veröffentlichtes Manuskript von Twain wurde bei Sotheby’s für 242.500 Dollar (knapp 200.000 Euro) versteigert. Das 65-seitige Werk mit dem Titel ‚A Family Sketch‘ (Skizze einer Familie) war nur auf etwa die Hälfte geschätzt worden.

Twains Manuskript, das er seiner 1896 gestorbenen Tochter Susy widmete, gilt als verschollener Teil seiner Autobiografie. In dem Kapital befasst sich der vor 100 Jahren gestorbene Schriftsteller offen und emotional mit seiner Familie und der eigenen Kindheit.

Eine Million Dollar für ‚A Day In The Life‘

Ein handgeschriebener Songtext von John Lennon übertraf Twain jedoch bei weitem: Das Blatt mit den Zeilen zu ‚A Day In The Life‘ ging für eine Million Dollar (807.000 Euro) weg. Die Experten hatten mit höchstens 800.000 Dollar gerechnet. Lennon beschrieb den Zettel auf beiden Seiten ungleichmäßig, immer wieder sind Wörter gestrichen oder hervorgehoben. Lennon schrieb auch diesen Song mit Paul McCartney. Der Titel erschien 1967 auf dem legendären Album ‚Sgt. Pepper’s Lonely Hearts Club Band‘.

Das Blatt gehörte dem Briten Mal Evans. Er hatte sich bei den Beatles vom Türsteher zum Roadmanager hochgearbeitet. Als er 1976 in Los Angeles, offenbar im Drogenrausch, ein Luftgewehr auf Polizisten richtete, wurde er erschossen.

Kein Interesse für Lincoln und Miller

Ansonsten verlief der zweite und letzte Auktionstag enttäuschend für Sotheby’s. Von den 95 angebotenen Stücken wurden 37 nicht und 35 nur unter dem Schätzpreis verkauft. Ein Skript von US-Präsident Abraham Lincoln blieb ebenso liegen wie Schreiben von Arthur Miller.

Briefe des Kultautors J. D. Salinger (‚Der Fänger im Roggen‘) gingen nur für den Schätzpreis weg, einer von Johann Wolfgang von Goethe war schon deutlich darunter zu haben. Insgesamt brachte die Auktion nach Sotheby’s Angaben 2,35 Millionen Dollar, etwa 1,9 Millionen Euro.

dpa/km - Bild: epa

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