Schauspielschule Aachen und „der Jean-Marie“

So ein Kerl! Der Jean-Marie. Durch seine dicken Brillengläser blickt er einen etwas verwirrt an, das rosa Hemd samt Schälchen sitzen immer und zum Schluss sahnt "der Jean-Marie" immer etwas ab. Vom Staubsauger bis zum Wein - er nutzt jedes Lockangebot aus.

„Jean-Marie“ ist die Hauptfigur einer neuen Sketchserie der Aachener Schauspielschule. Mitte 30, fettiges, schütteres Haar. Dicke Brillengläser, nicht besonders schön und vom Leben irgendwie enttäuscht. Aber er weiß, was er will und vor allem, wie er es bekommt: „Früher war es anders herum, früher musste ich Sachen verkaufen, da bin ich aber irgendwie nicht mit klar gekommen und habe dann später den Spieß umgedreht, jetzt mache ich auch Verkaufsgespräche, aber jetzt müssen die anderen mir etwas verkaufen …“

Wir sind mitten in den Dreharbeiten des Sketches „Jean-Marie bei der Weinprobe“. In der Krypta der Wasserburg Overbach in Jülich. Die Story ist simpel: Die Inhaberin eines Weingutes hat einen gemeinen Trick, sie verspricht in ihrem Flyer, dass derjenige, der am Geschmack des Weines die Rebsorte und den Jahrgang bestimmen kann, etwas gewinnt. Aber vorher wird der Wein gemischt, damit man nichts heraus schmecken kann. Jean-Marie findet das heraus …

Im richtigen Leben ist Jean-Marie Leiter der Aachener Schauspielschule und heißt René Blanche. Mit einer Handvoll Schülern hat er sich mit der Sketch-Reihe einen Wunsch erfüllt. Über 20 „Jean-Marie“-Geschichten hat René Blanche schon geschrieben. Sechs von ihnen wurden bislang verfilmt.

dop/est - Bilder: Simonne Doepgen/BRF

Kommentar hinterlassen
Keine Kommentare
Kommentar hinterlassen

Ihre Email-Adresse wird niemals veröffentlicht!
Pflichtfelder sind mit * gekennzeichnet.
Bitte beachten Sie unsere Richtlinien zu Kommentaren.

Restl. Anzahl Wörter: 150