Islamistengruppe Abu Sayyaf enthauptet kanadische Geisel

Angehörige der islamistischen Terrorgruppe Abu Sayyaf haben auf den Philippinen eine kanadische Geisel enthauptet.

Das Opfer war vor sieben Monaten zusammen mit einem weiteren Kanadier aus einer Hotelanlage verschleppt worden. Die Extremisten hatten mit dem Tod einer der Geiseln gedroht, wenn nicht für jeden Entführten ein Lösegeld von 20 Millionen Euro gezahlt werde.

Kanadas Premierminister Justin Trudeau verurteilte die Tat als kaltblütigen Mord. Die andere Geisel befindet sich noch immer in den Händen der Entführer. Bemühungen um die Freilassung seien im Gange, sagte Trudeau.

Die Abu Sayyaf-Miliz ist für einige der schwersten Terrorangriffe auf den Philippinen verantwortlich und entführt seit Jahren Ausländer, um Lösegeld zu erpressen. Die Gruppe wurde in den 1990er Jahren mit Geld von Al-Kaida-Chef Osama bin Laden gegründet. Im Sommer 2014 schworen ihre Anführer der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) die Treue.

belga/vrt/jp