Vier Islamisten in Paris festgenommen – Staatsanwaltschaft ermittelt

Seit den Anschlägen von Paris gilt in Frankreich der Ausnahmezustand. Erneut werden vier Verdächtige festgenommen. Die Staatsanwaltschaft ermittelt wegen Verdachts auf einen geplanten Anschlag.

Frankreichs Innenminister Bernard Cazeneuve im Parlament

Frankreichs Innenminister Bernard Cazeneuve im Parlament

In Paris sind am Mittwoch vier mutmaßliche Islamisten festgenommen worden. Es sei ein Verfahren wegen Verdachts auf einen geplanten Anschlag eingeleitet worden, bestätigte die für Terrorismus zuständige Pariser Staatsanwaltschaft der Deutschen Presse-Agentur. Die Untersuchungen stünden noch am Anfang.

Frankreichs Innenminister Bernard Cazeneuve sagte in Paris, seit Januar seien 74 Menschen in Frankreich in Verbindung mit Terrorplänen festgenommen worden. „Solche Festnahmen kommen jeden Tag vor“, sagte Cazeneuve vor Journalisten. Die Gefahr von Anschlägen sei weiterhin hoch.

Auch Präsident François Hollande sagte am Rande einer Veranstaltung, die Festnahmen zeigten, dass das Niveau der Bedrohung weiter sehr ausgeprägt sei: „Wir müssen äußerst wachsam sein.“

Die drei Männer und eine Frau waren im Norden von Paris sowie in Seine-Saint-Denis nördlich der Hauptstadt festgenommen worden. Unter den Festgenommenen befindet sich auch ein 28-Jähriger, der 2014 zu fünf Jahren Haft verurteilt wurde, weil er sich in Syrien dem Dschihad anschließen wollte. Der Mann soll im Oktober 2015 aus der Haft entlassen worden sein.

In Frankreich gilt seit den Attentaten vom November Ausnahmezustand. Im Rahmen dieser Sonderregelungen soll der Mann unter Hausarrest gestanden haben. Islamisten hatten am 13. November in Paris und Saint-Denis bei einer Serie von Anschlägen 130 Menschen getötet.

dpa/est/km - Bild: Alain Jocard/AFP

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