Cazeneuve: Angreifer war auch in Luxemburg und der Schweiz

Der Angreifer von Paris hat nicht nur in Deutschland, sondern auch in Luxemburg und der Schweiz seine Spuren hinterlassen. Seine Identität ist nach Angaben des französischen Innenministers Bernard Cazeneuve nun geklärt.

Frankreichs Innenminister Bernard Cazeneuve

Frankreichs Innenminister Bernard Cazeneuve

Der Mann, der letzte Woche bei einem Angriff auf Pariser Polizisten erschossen worden ist, soll sich laut Frankreichs Innenminister Bernard Cazeneuve außer in Deutschland auch in der Schweiz und Luxemburg aufgehalten haben.

Nun sei bekannt, dass er ohne Zweifel tunesischer Herkunft sei und dass er sich in mehreren Ländern der Europäischen Union aufgehalten haben soll, in Luxemburg, der Schweiz, Deutschland, sagte Cazeneuve am Sonntag. Französische Medien hatten unter Berufung auf Ermittlungskreise berichtet, der Mann sei von Verwandten auf einem Foto erkannt worden und heiße Tarek Belgacem. Offiziell von der Staatsanwaltschaft bestätigt wurde das bislang nicht.

Auf die Frage, ob der Mann möglicherweise Komplizen gehabt habe, erwiderte er in dem Interview mit den Sendern Europe 1 und iTélé sowie der Zeitung „Le Monde“: „Meines Wissens nicht.“ Er rief die Medien zur Vorsicht im Hinblick auf Informationen über den Mann auf.

Dessen Aufenthalt in einer deutschen Asylbewerberunterkunft könne er nicht bestätigen, weil er nicht wisse, ob die Informationen zutreffen. Das nordrhein-westfälische Landeskriminalamt hatte am späten Samstagabend mitgeteilt, dass der Mann zeitweise in einer Asylbewerberunterkunft in Recklinghausen gewohnt habe.

Er war am Jahrestag des islamistischen Anschlags auf „Charlie Hebdo“ auf zwei Polizisten zugerannt und hatte ein Schlachterbeil gezogen. Er wurde von Polizisten erschossen.

dpa/rkr/km - Bild: Florian David/AFP