Hollande enthüllt Gedenktafeln für Opfer der Pariser Terrorangriffe

Der Überfall auf "Charlie Hebdo" markiert den Auftakt zu einem Jahr des Terrors in Frankreich. Ein Jahr danach enthüllt Präsident Hollande an drei Anschlagsorten Gedenktafeln für die ersten Opfer. Dabei passiert eine Panne.

Bürgermeisterin Hidalgo, Präsident Hollande und Premier Valls vor der Gedenktafel für den ermordeten Polizisten

Bürgermeisterin Hidalgo, Präsident Hollande und Premier Valls vor der Gedenktafel für den ermordeten Polizisten

Ein Jahr nach den Terroranschlägen in Paris hat der französische Präsident François Hollande Gedenktafeln für die Opfer an drei der Anschlagsorte enthüllt. Gemeinsam mit der Pariser Bürgermeisterin Anne Hidalgo gedachte Hollande jeweils für einige Minuten der Opfer.

Zunächst enhüllten Hollande und Hidalgo eine Gedenktafel für einen Polizisten, der in der Nähe der Redaktion des Satiremagazins „Charlie Hebdo“ auf der Straße erschossen worden war. Anschließend gingen sie zu dem damaligen Redaktionssitz. Auf der Gedenktafel dort sind die Namen der Getöteten festgehalten.

Beim Anschlag auf „Charlie Hebdo“ wurden die Zeichner Stéphane Charbonnier (Charb), Jean Cabut (Cabu), Bernard Verlhac (Tignous), Philippe Honoré und Georges Wolinski ermordet. Die Tafel wurde allerdings kurz nach der Zeremonie wieder verhüllt, weil Wolinskis Name falsch geschrieben war.

Im Osten von Paris enthüllten Hollande und Hidalgo schließlich eine Gedenktafel für die vier Opfer in einem Supermarkt für koschere Lebensmittel. Eine weitere Zeremonie ist für Samstag in Montrouge bei Paris geplant, wo eine Polizistin erschossen worden war. Am Auftreten von Präsident Hollande gibt es auch Kritik. Ihm wird vorgeworfen, er wolle sich durch seine starke Präsenz bei den Gedenkfeiern politisch profilieren.

dpa/vrt/okr/km - Bild: Benoît Tessier/AFP