Griechenland: 110 Milliarden Euro Hilfe von Euro-Ländern und IWF

Die Finanzminister der Eurozone haben dem Hilfspaket für Griechenland gestern grünes Licht erteilt. Belgien steuert bis zu drei Milliarden bei.

Nach der Konferenz der Euro-Finanzminister: Pressekonferenz mit EZB-Präsident Trichet, Griechenlands Finanzminister Papakonstantinou, Eurogruppen-Chef Juncker und Eu-Kommissar Rehn

Nach der Konferenz der Euro-Finanzminister: Pressekonferenz mit EZB-Präsident Trichet, Griechenlands Finanzminister Papakonstantinou, Eurogruppen-Chef Juncker und Eu-Kommissar Rehn

Die Finanzminister der Eurozone haben dem Hilfspaket für Griechenland gestern grünes Licht erteilt. In den kommenden drei Jahren erhält das Land insgesamt Kredite in Höhe von 110 Milliarden Euro. Das Geld wird zu einem günstigen Zinssatz bereit gestellt. 80 Milliarden kommen von den Euro-Ländern, 30 Mrd. vom Internationalen Währungsfonds.

Bis zu drei Milliarden aus Belgien

Belgien wird etwa 2,5 bis 3 Milliarden zur Verfügung stellen. Das gab Didier Reynders gestern nach der Konferenz der Euro-Finanzminister bekannt. 

Ein erster Gesetzentwurf, der einen 1 Milliarde Euro-Kredit für Griechenland vorsah, ist am letzten Donnerstag bei der turbulenten Parlamentssitzung nicht diskutiert worden. Er kommt morgen auf die Tagesordnung und könnte am Donnerstag abgestimmt werden.

Griechenland verpflichtet sich zu hartem Sparkurs

Gestern einigte sich Griechenland mit IWF, EZB und EU auf ein Sparpaket … Unter anderem wird das durchschnittliche Rentenalter von 62 auf 67 Jahre angehoben. Die Löhne und Gehälter werden eingefroren, im öffentlichen Dienst kommt es zu Gehalts- und Pensionskürzungen. Außerdem wird die Mehrwertsteuer von 21 auf 23 Prozent angehoben. Bis 2013 will die Regierung in Athen 30 Milliarden Euro sparen.

Die griechischen Gewerkschaften kündigten für die nächsten Tage weitere Streiks an.

belga/dpa/vrt/sh/km