Iran will nach Jemen-Krise Pilgerfahrten nach Saudi-Arabien aussetzen

Die diplomatische Krise zwischen dem Iran und Saudi-Arabien wegen des Jemen-Konfliktes spitzt sich weiter zu. Inzwischen plant das Parlament in Teheran sogar eine vorübergehende Aussetzung iranischer Pilgerfahrten nach Mekka.

Die Aussetzung solle zunächst nur für die kleine Umra-Pilgerfahrt außerhalb der eigentlichen Hadsch-Saison gelten, sagte ein Parlamentsvertreter.

Die Reise nach Mekka ist für alle Muslime eines der wichtigsten religiösen Rituale.

Zwischen dem Iran und Saudi-Arabien herrscht schon seit Jahren diplomatische Eiszeit. Zunächst gab es Differenzen über Syrien, hinzu kamen dann die Angriffe der von Saudi-Arabien geführten Koalition gegen die Huthi-Rebellen in Jemen. Die schiitische Gruppe wird von Teheran unterstützt. Ohne Saudi-Arabien beim Namen zu nennen, warf Irans oberster Führer Ajatollah Chamenei einigen islamischen Führern „Verrat“ vor.

dpa/mh

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