Der weltweit größte Chemiekonzern BASF baut seine Forschungstätigkeit in Asien aus. An diesem Donnerstag eröffnet BASF in der rund 35 Kilometer südlich von der südkoreanischen Hauptstadt Seoul gelegenen Stadt Suwon ein neues regionales Forschungs- und Entwicklungszentrum für Elektronikmaterialien. Die Elektronik steht "im Zentrum der Innovationsstrategie von BASF", sagte der für den Bereich zuständige Manager für Asien-Pazifik, Boris Jenniches, am Mittwoch in Seoul.
Nach der Verlegung seines regionalen Hauptquartiers für das Geschäft mit Elektromaterialien nach Seoul im vergangenen Jahr sei die neue Einrichtung "der nächste Schritt", sagte Jenniches. Weitere Schritte würden folgen. Das neue Zentrum sei Teil eines "sehr großen globalen Netzes für die Elektronikindustrie". "Und die Mehrheit dieser Einrichtungen befindet sich in Asien." Weitere Forschungs- und Entwicklungszentren hat BASF unter anderem in Japan, China und Singapur.
In Suwon arbeitet BASF mit der Sungkyunkwan-Universität zusammen, auf deren Gelände sich auch die neuen Labors befinden. Anfangs sollen dort 40 Spezialisten aus Deutschland, Südkorea und anderen Ländern arbeiten. Schwerpunkt sollen Lösungen für neuartige Anwendungen in der Display- und Halbleiterbranche sein.
Als eines der "Wachstumsfelder", in dem das neue Zentrum tätig sein soll, nannte Jenniches die organische Elektronik. Dabei stehen leitfähige Kunststoffe im Mittelpunkt. Dadurch ist die Entwicklung von Bauteilen möglich, die dünner, flexibel und kostengünstiger hergestellt werden können. Das neue Zentrum diene nicht nur Kunden in Südkorea, sondern auch solchen in anderen Ländern, sagte Jenniches.
BASF ist seit 60 Jahren in Südkorea präsent. Gegenwärtig betreibt der Chemieriese sechs Produktionsstätten in dem Land und beschäftigt über 1000 Menschen.
dpa