Kapitän von Greenpeace-Schiff kommt auf Kaution aus russischer Haft

Für insgesamt neun Greenpeace-Aktivisten wurde eine Kaution von je zwei Millionen Rubel (rund 45.000 Euro) hinterlegt. Auch Arctic-Sunrise Kapitän Peter Willcox soll unter Auflagen freikommen.

Der Greenpeace-Eisbrecher "Arctic Sunrise" (Bild vom 8.1.2006)

Der Greenpeace-Eisbrecher "Arctic Sunrise" (Bild vom 8.1.2006)

Im Fall der in Russland inhaftierten Greenpeace-Aktivisten hat ein Gericht erneut mehrere ausländische Umweltschützer auf Kaution freigelassen. Auch der Kapitän des Aktionsschiffs „Arctic Sunrise“, der US-Amerikaner Peter Willcox, soll unter Auflagen freikommen, wie das Gericht in St. Petersburg am Mittwoch entschied.

Bislang sei für neun Aktivisten die geforderte Kaution von je zwei Millionen Rubel (rund 45.000 Euro) hinterlegt worden, teilte Greenpeace mit. Allerdings sei wegen bürokratischer Fragen nicht damit zu rechnen, dass die wegen «Rowdytums» Angeklagten noch vor dem Wochenende das Untersuchungsgefängnis verlassen dürfen.

Insgesamt sitzen derzeit 30 Männer und Frauen in Haft. Als einzigem verwehrte das Gericht bisher einem Australier die Freilassung. Hingegen verfügte das Gericht, unter anderem Aktivisten aus den Niederlanden und Großbritannien auf freien Fuß zu setzen.

Die Umweltschützer waren Mitte September im Nordpolarmeer von russischen Sicherheitskreisen überwältigt worden, als sie gegen Ölbohrungen in dem ökologisch sensiblen Gebiet protestiert hatten. Die Niederlande als Flaggenstaat verlangen von Russland die Herausgabe der „Arctic Sunrise“. Der Internationale Seegerichtshof in Hamburg will an diesem Freitag sein Urteil bekanntgeben.

dpa/sd - Bild: Kate Davison (afp)

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