Die Arbeitslosenzahl in Frankreich ist auf ein Rekordhoch gestiegen. Ende April waren in der zweitgrößten Euro-Volkswirtschaft 3,264 Millionen Menschen ohne Job. Das entsprach 39.800 Arbeitslosen mehr als im Vormonat, als der bisherige Negativ-Rekord verzeichnet wurde.
Im Vergleich zum April vergangenen Jahres sei die Zahl um 12,5 Prozent gestiegen, teilte das Arbeitsministerium am Donnerstagabend mit. Ein Ende des seit Mai 2011 anhaltenden Anstiegs wird frühestens Ende dieses Jahres erwartet.
Die Krise auf dem Arbeitsmarkt ist eine der stärksten Belastungen für die sozialistische Regierung unter Präsident François Hollande. Sie verlor in Umfragen zuletzt dramatisch an Zustimmung und steht unter Druck, den Arbeitsmarkt möglichst schnell tiefgreifend zu reformieren. Hollande traf sich am Donnerstag in Paris mit Kanzlerin Angela Merkel, um über neue Strategien im Kampf gegen die Arbeitslosigkeit in Europa zu diskutieren.
Die Arbeitslosenquote in Frankreich lag nach jüngsten Zahlen der Europäischen Statistikbehörde Eurostat im März bei 11,0 Prozent.
dpa/mh - Bild: Jacques Demarthon (afp)