Der Start einer zweiten europäischen Vega-Rakete ist in der Nacht zum Samstag kurz vor dem geplanten Abheben verschoben worden. Grund seien ungünstige Wetterbedingungen und starke Höhenwinde über dem Weltraumbahnhof Kourou im südamerikanischen Französisch-Guayana gewesen, teilte die europäische Raumfahrtagentur ESA über den Kurznachrichtendienst Twitter mit.
Die 30 Meter hohe Vega-Rakete sollte unter anderen zwei Erdbeobachtungssatelliten ins All bringen. Dazu gehört auch der belgische Satellit “Proba-V”, der in Kruibeke in Ostflandern gebaut worden war. Ein neuer Starttermin wurde zunächst nicht mitgeteilt.
Die vor allem in Italien gebaute Vega komplettiert die europäische Raketenfamilie, die bislang aus der mehr als 50 Meter hohen Ariane 5 und der mittelgroßen, von Russland zugekauften Sojus bestand. Sie kann je nach Art und Höhe der gewünschten Umlaufbahn Lasten mit einer Masse zwischen 300 und 2500 Kilogramm ins All bringen. Die erste Rakete war im Februar 2012 gestartet.
dpa/est - Bild: ESAATG Medialab/belga