Urteil im „Ehrenmord-Prozess löst Diskussion in Deutschland aus

Das Urteil im so genannten 'Ehrenmord'-Prozess hat in Deutschland eine Diskussion über Zwangsehen in türkischen Familien ausgelöst.

Die Union schlug vor, hier einen eigenen Straftatbestand zu schaffen, weil man einer Zwangsverheiratung nicht mit falscher Toleranz begegnen dürfe. In dem Prozess um die Ermordung einer 23-jährigen Deutsch-Türkin in Berlin war der Todesschütze zu einer Jugendstrafe von neun Jahren und drei Monaten verurteilt worden. Die beiden mitangeklagten Brüder wurden jedoch freigesprochen. Die Familie hatte den Lebensstil ihrer ermordeten Tochter, die sich von ihrem türkischen Ehemann getrennt hatte, als zu westlich empfunden. Die Staatsanwaltschaft geht von einem Mordkomplottaus und hat Revision beantragt.