Wahl-Krimi in Italien: Prodi erklärt sich zum Sieger

Nach einem fast zwölfstündigen Wahlkrimi hat sich Oppositionschef Romano Prodi zum Sieger der Parlamentswahlen in Italien erklärt.

In der Abgeordnetenkammer erzielte sein Mitte-Links-Bündnis mit 49,8 Prozent der Stimmen einen hauchdünnen Vorsprung: Die Mitte-Rechts-Allianz von Ministerpräsident Berlusconi kam auf 49,7 Prozent der Stimmen. Das teilte das Innenministerium in Rom mit. «Nur 25 000 Stimmen haben den Ausschlag gegeben», meinten Kommentatoren. Das Mitte-Rechts-Bündnis wollte den Wahlsieg jedoch nicht anerkennen, da das Endergebnis für den Senat noch nicht vorlag. Beobachter sprachen von einer Patt-Situation. Ob Prodi letztlich über eine regierungsfähige Mehrheit verfügt, war am frühen Morgen noch unsicher.