Militärdiktatur: Papst Franziskus wegen seiner Rolle in der Kritik

Der katholischen Kirche wurde zu Zeiten der argentinischen Militärdikatur Ende der 70er Jahre vorgeworfen, nichts unternommen zu haben, als Regimegegner entführt und gefoltert wurden.

Gläubige in Buenos Aires feiern ihren Papst

Gläubige in Buenos Aires feiern ihren Papst

Papst Franziskus gerät wegen seiner Rolle zu Zeiten der argentinischen Militärdikatur Ende der 70er Jahre in die Kritik. Damals war er der oberste Vertreter des Jesuitenordens in Argentinien.

Der katholischen Kirche wurde vorgeworfen, das damalige Regime stillschweigend akzeptiert und nichts unternommen zu haben, als Regimegegner entführt und gefoltert wurden.

Franziskus selbst soll an der Entführung von zwei linksgerichteten Jesuiten beteiligt gewesen sein. Die beiden wurden später freigelassen. Franziskus hat den Vorwurf stets bestritten und erklärt, er habe sich für die beiden Opfer eingesetzt, indem er sie vor der Militärdiktatur versteckt habe. Eine genaue Rekonstruktion der Geschehnisse vor über 30 Jahren ist heute kaum noch möglich.

vrt/okr - Bild: Alejandro Pagni (afp)