Das Attentat ereignete sich in der Stadt Kano. Zwei bewaffnete Männer schossen von einem Motorrad aus auf die Impfhelferinnen. Eine halbe Stunde später wurerste den mehrere ihrer Kolleginnen in einer Klinik außerhalb von Kano erschossen, als sie gerade ihre Arbeit beginnen wollten.
Die radikalislamische Sekte Boko Haram, die immer wieder schwere Anschläge auf Christen im muslimisch geprägten Norden verübt, behauptet, dass Polio-Impfungen bei Kindern zu Unfruchtbarkeit führen könnten. Sie bekämpft deshalb die Impfkampagnen.
Erst im Dezember hatten Islamisten in Pakistan bei Attentaten mehrere Mitarbeiter von Polio-Impfteams getötet. Die Opfer waren im Auftrag des Gesundheitsministeriums unterwegs. Die radikalislamischen Taliban hatten bereits im Sommer ein Impfverbot in den von ihnen beherrschten Stammesgebieten ausgesprochen. Sie meinen, bei den Impfaktionen würden die USA die Region für bevorstehende Drohnenangriffe ausspionieren.
dpa/mh