Die Suche nach dem am 18. September spurlos verschwundenen und mutmaßlich von Ex-Folterern ermordeten Julio López sei derart schlampig organisiert worden, dass der Verdacht nahe liege, Polizisten würden ehemalige Kameraden decken, sagte die Sprecherin von der Gemeinschaft früher Entführter und Verschwundener.
13 Menschenrechtsorganisationen forderten Präsident Néstor Kirchner auf, nicht nur kämpferische Reden gegen die ehemaligen Unterdrücker zu halten, sondern endlich eine effektive Arbeit der Sicherheitsbehörden zur Aufklärung des Schicksals von López anzuordnen. Kirchners hohe Popularität gründet sich zum Teil auch darauf, dass er nach seinem Amtsantritt 2003 versprach, die weitgehende Straflosigkeit der Täter der Diktaturverbrechen zu beenden.
Schwere Vorwürfe argentinischer Menschenrechtler gegen Polizei
Sieben Monate nach dem Verschwinden eines Zeugen für Folter und Mord unter der argentinischen Militäragentur von 1976 bis 1983 haben Menschenrechtsorganisationen schwere Vorwürfe gegen die Polizei erhoben.