Zwei Türken und ein Deutscher wurden bei dem Überfall in der südosttürkischen Stadt Malatya erstochen. Die Polizei fand die drei Männer, die von den Angreifern an Händen und Füßen an Stühle gefesselt worden waren, mit durchschnittenen Kehlen.
Auf der Straße lag ein vierter Mann, bei dem zunächst unklar war, ob er aus dem Fenster gestürzt oder gestoßen worden war.
Der im dritten Stock eines Hauses gelegene Verlag verkaufte Bibeln, Kreuze und christliche Literatur. Er sei in der Vergangenheit häufiger bedroht worden, berichteten türkische Medien.
In der Lokalpresse war wegen des Verkaufs christlicher Bücher in der Stadt seit längerem eine Debatte entbrannt, hieß es im Fernsehen. Die Verbreitung von christlicher Literatur und Symbolen wird von türkischen Extremisten als verbotene Missionarstätigkeit angesehen.