Die Wahrscheinlichkeit eines Liebes- oder Eifersuchtsdramas wurde heute im Zuge der Ermittlungen jedoch immer kleiner.
So scheine es weitgehend ausgeschlossen, dass der Todesschütze, Cho, sein erstes Opfer, die Studentin Emily Hilscher, aus Eifersucht oder im Streit getötet hat. Eine Mitbewohnerin sagte, dass Emily Hilscher den Mann nicht persönlich gekannt habe und dass auch ihr der Name Cho völlig unbekannt gewesen sei.
Dozenten und Mitstudenten berichteten in US-Medien von vielen Anzeichen auf ein gestörtes Verhalten des späteren Täters.
Virginias Gouverneur Kaine will mit einer unabhängigen Untersuchung klären lassen, warum Warnungen über das Verhalten des Täters von der Universitätsleitung nicht ernst genug genommen wurden. Auch soll geklärt werden, warum die Studenten nicht unmittelbar nach der ersten Schießerei, sondern erst mehr als zwei Stunden später gewarnt wurden.