Drei Männer waren am Vorabend kurz nach ihrer Bergung aus der Nordsee gestorben. «Wir erwarten eigentlich nicht mehr, Überlebende zu finden», sagte eine Sprecherin der britischen Küstenwache.
Die Suche nach Überlebenden mit Hubschraubern wurde eingestellt. Rettungstaucher würden aber weiterhin versuchen, in das Innere des gekenterten Schiffes zu gelangen. Dort seien die fünf Vermissten mit großer Wahrscheinlichkeit eingeschlossen, sagte die Sprecherin. Die mit 15 Norwegern besetzte «Bourbon Dolphin» war rund 160 Kilometer vor den Shetlands bei kräftigem Wind vor einer Öl-Bohrinsel gekentert. Sicherheitshalber wurden von der Bohrinsel «Transocean Rather» alle nicht unbedingt erforderlichen Mitarbeiter ans Festland gebracht. Es könne nicht ausgeschlossen werden, dass der gekenterte Schlepper gegen die Plattform treibt und diese beschädigt, hieß es. Die britischen Behörden kündigten eine Untersuchung des Unglücks an, dessen Ursache bislang völlig unklar sei. Zudem sei das Schiff weniger als ein Jahr alt.
Kaum noch Hoffnung für fünf Vermisste nach Schiffsunglück in Nordsee
Nach dem Kentern eines norwegischen Schleppers vor den schottischen Shetland-Inseln besteht kaum noch Hoffnung für fünf vermisste Besatzungsmitglieder.