Bei der Parlamentswahl in Neuseeland haben sich die konservative National Party von Ministerpräsident Christopher Luxon und die sozialdemokratische Labour-Partei ein Kopf-an-Kopf-Rennen geliefert. Nach Auszählung von mehr als 90 Prozent der Stimmen lagen beiden Parteien fast gleichauf.
Bei der Regierungsbildung könnte jetzt der Zentrumspartei Opportunity eine wichtige Rolle zukommen. Die Partei wird voraussichtlich erstmals ins Parlament einziehen. Ministerpräsident Luxon hatte eine Zusammenarbeit mit Opportunity bislang ausgeschlossen. Grund ist vor allem die Steuerpolitik der Partei, die eine neue Bodensteuer und ein bedingungsloses Grundeinkommen fordert.
Die Bevölkerung von Neuseeland beschäftigt insbesondere die angespannte Wirtschaftslage mit hohen Lebenshaltungskosten, Inflation und steigender Arbeitslosigkeit. Luxons Regierung steht deshalb unter Druck. Mögliche Entlastungen für die Haushalte bestimmten den Wahlkampf.
dpa/moko