In Ungarn sind Zehntausende Akten der ehemaligen Geheimdienste veröffentlicht worden. Darin finden sich die Namen von Informanten, die für das kommunistische Regime tätig waren. Sie waren häufig auf Familienangehörige, Freunde oder Kollegen angesetzt, um sie auszuspionieren.
Die Veröffentlichung der Akten geht auf eine Initiative von Ministerpräsident Magyar zurück. Er hält die Aufarbeitung dieses Kapitels der ungarischen Geschichte für notwendig. Für viele Menschen ist die Veröffentlichung der Akten mit einem Schock verbunden, weil sie entdecken, dass sie von Menschen aus ihrem direkten Umfeld ausspioniert wurden. Das betrifft auch Eltern, Großeltern und Lebenspartner.
vrt/sh