Knapp eine Woche nach dem Zugunglück mit 69 Toten in Spanien hat Verkehrsminister Óscar Puente seinen Rücktritt erklärt. Zum Abschluss seiner Anhörung vor dem Parlamentsausschuss in Madrid kündigte er zudem an, bei der vorgezogenen Parlamentswahl am 29. November nicht mehr zu kandidieren.
Der von allen Oppositionsparteien geforderte Rücktritt kam überraschend, denn er war von Puente und auch von Ministerpräsident Sánchez in den vergangenen Tagen mehrfach ausgeschlossen worden.
Dazu sagte Puente, ein Minister könne nach zwei Unglücken dieser Schwere innerhalb von weniger als einem Jahr nicht im Amt bleiben. Erst im Januar hatte es auf der gleichen Strecke einen Zusammenstoß zweier Züge gegeben. Damals wurden 46 Menschen getötet und 120 verletzt.
dpa/sh