Bei einer Stichwahl in Bulgarien ist die pro-russische Präsidentin Jotowa im höchsten Staatsamt klar bestätigt worden. Die frühere sozialistische EU-Abgeordnete kam nach Hochrechnungen auf knapp 60 Prozent der Stimmen.
Ihr Herausforderer, der pro-europäische Kandidat Gurov, erhielt fast 40 Prozent. Zentrales Thema im Wahlkampf war der Ukraine-Krieg.
Der Ukraine-Krieg unweit von Bulgarien verleiht der Wahl in dem Land an der Ostflanke der Nato eine neue Dimension. Jotowa setzte sich im Wahlkampf immer wieder für eine Friedenslösung für die Ukraine durch Verhandlungen mit Russland ein.
"Ich will eine Präsidentin des Friedens sein", sagte sie. Jotowa wolle mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin sprechen, sollte sie damit von den zuständigen bulgarischen Institutionen beauftragt werden. Im Präsidialamt in Sofia dürfte Jotowa die zurückhaltende Linie von Regierungschef Rumen Radew aber weiter fortsetzen. Sie war bis Januar 2026 Vizepräsidentin, als Radew noch Staatschef gewesen war.
dpa/jp/est