Die iranische Führung plant laut Außenminister Abbas Araghtschi derzeit kein Treffen mit US-Vertretern. Araghtschi sagte dem arabischen Sender Al Jazeera, unter den gegenwärtigen Umständen gebe es dafür keine Notwendigkeit.
Die Bedingungen des Irans seien klar und die Beratungen mit Vermittlern dauerten an. Araghtschi bestätigte, dass die Führung in Teheran ein Schreiben von US-Vizepräsident JD Vance geprüft hat. Nach Informationen des "Wall Street Journal" sondiert Vance mit dem Schreiben an Mohsen Resai, den Generalsekretär des iranischen Sicherheitsrats, Möglichkeiten für Verhandlungen.
Im Falle neuer Angriffe durch die USA droht der Iran mit einer Ausweitung von Vergeltungsattacken. Der oberste Führer des Landes, Chamenei, wies die iranischen Streitkräfte an, auf jede Bedrohung sofort und ohne geografische Einschränkung zu reagieren. Laut iranischen Medien hatte sich Chamenei mit Kommandeuren getroffen.
Davor hatte sich US-Präsident Trump Medienberichten zufolge militärische Optionen im Iran darlegen lassen. Das wird als mögliches Zeichen für einen erneuten Einsatz der US-Streitkräfte gegen den Iran gewertet.
dpa/dlf/est