Drei Tage nach dem schweren Zugunglück in Spanien ist erst gut die Hälfte der Todesopfer identifiziert. Das haben die spanischen Behörden mitgeteilt.
In 36 Fällen sei die Identität inzwischen zweifelsfrei geklärt. Die Behörden baten Angehörige der Vermissten, DNA-Proben zur Verfügung zu stellen, um die Identifizierung zu beschleunigen.
Bei dem Unglück waren am Mittwoch zwei Hochgeschwindigkeitszüge nahe der Gemeinde Urda in der Provinz Toledo zusammengestoßen. Die Strecke zwischen Madrid und Andalusien bleibt in beide Richtungen gesperrt. 34 der rund 200 Verletzten werden noch in Krankenhäusern behandelt, 15 von ihnen auf Intensivstationen.
Zur Unfallursache laufen die Ermittlungen. Im Zentrum stehen der Ausfall des Zugsicherungssystems LZB und mögliche Fehlentscheidungen in der Bahnleitstelle Madrid.
dpa/est