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Frankreich unter Spannung am landesweiten Protesttag

31.10.202615:0831.10.2026 - 16:54
  • Deutschland
  • Frankreich
Demonstranten in Paris
Bild: Julien De Rosa/AFP

In Frankreichs Großstädten wie Paris haben sich Menschen zu großen Demonstrationszügen zusammengefunden. Behörden erwarten mehrere Hunderttausend Teilnehmer - wie schon bei Kundgebungen am vergangenen Samstag.

Die Sorge vor Ausschreitungen ist groß. Die Polizei von Paris führte zu Beginn des Tages bereits mehr als 1.200 Kontrollen an Bahnhöfen und der näheren Umgebung durch, um Störungen der öffentlichen Ordnung zu verhindern.

Zu den Kundgebungen aufgerufen hatten Gewerkschaften, Schüler- und Studentenorganisationen und die Gelbwesten-Bewegung. Sie protestieren gegen hohe Lebenshaltungskosten und marode Schulen.
Auch der Präsidentschaftskandidat der Linken, Jean-Luc Mélenchon, mischte sich in Paris unter die Demonstranten. Zum Start des Zuges war die Lage dort ruhig.

Die Demonstrationsroute in Paris und anderen Städten war aufgrund befürchteter Gewalt gegen öffentliche Gebäude und Plünderungen von Geschäften aus dem Zentrum heraus an den Stadtrand verlegt worden. Frankreichweit sind rund 70.000 Polizeikräfte an dem dritten großen Protesttag der Bewegung im Einsatz.

Auch in Deutschland sind in mehreren Städten Jugendproteste angelaufen. Unter anderem in Berlin, Frankfurt und München versammelten sich viele Menschen. In Köln wurde der Demonstrationszug der Initiative Gen Z kurzfristig abgesagt. Grund war die Vermummung von einigen Teilnehmern und der Einsatz von Pyrotechnik. Die Demonstration soll als Standkundgebung am Rheinufer weitergehen. Zu dem Protest in mehr als 30 deutschen Städten hat die Initiative "Gen Z regelt" aufgerufen. Sie fordert mehr Geld für Schulen, Maßnahmen gegen steigende Lebenshaltungskosten und mehr Klimaschutz. Eine Wehrpflicht lehnt sie ab.

In Belgien hat es ebenfalls in den sozialen Medien Aufrufe gegeben, am Nachmittag unter anderem in Lüttich zu demonstrieren. Bisher liegen keine Informationen darüber vor, ob die Aufrufe befolgt werden. Die Polizei hat nach eigener Darstellung Vorbereitungen getroffen, um auf mögliche Ausschreitungen reagieren zu können.

dpa/rtbf/est/sh

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