Die Opiumproduktion in Afghanistan hat nach UN-Angaben massiv zugenommen. In dem von den islamistischen Taliban regierten Land sei die Produktion um das Fünffache im Vergleich zum Vorjahreszeitraum gestiegen. So steht es in einem Bericht des UN-Büros für Drogen- und Verbrechensbekämpfung (UNODC) in Wien.
Eigentlich hatten die Taliban 2022 die Drogenproduktion verboten und weiträumig Schlafmohnfelder zerstört. Der UN-Bericht weist nun einen Anstieg des Anbaus um 330 Prozent aus sowie eine Ausweitung der Anbauflächen auf weitere Provinzen des Landes. Ein Grund für den Anstieg ist laut UN-Angaben der Mangel an Alternativen für mittellose Bauern, die mit dem Opiumanbau ihre Familien ernähren.
dpa/sh