Bei der Parlamentswahl in Israel hat der rechtsreligiöse Block von Ministerpräsident Benjamin Netanjahu Medien zufolge seinen Vorsprung weiter ausgebaut. Eine klare Mehrheit erreicht er aber weiterhin nicht.
Laut israelischen Medienberichten kommt Netanjahus Lager nach Auszählung von rund 50 Prozent der Stimmen auf 56 der 120 Sitze in der Knesset. Damit hätte er sieben Sitze mehr als das gegnerische Lager von Ex-Militärchef Gadi Eisenkot. Netanjahus Likud-Partei wurde den Angaben zufolge stärkste Kraft mit 27 Parlamentssitzen. Dahinter liegt die Mitte-Partei Jaschar von Eisenkot, die demnach auf 21 Sitze kommt. Die Regierungsbildung dürfte schwierig werden.
Die arabischen Parteien kommen nach gegenwärtigem Stand auf zusammen 15 Sitze. Eisenkot wäre für die Bildung einer Regierung auf die Unterstützung arabischer Parteien angewiesen. Das lehnen mehrere Parteien der Opposition bislang ab. Netanjahu rief derweil zur Bildung einer starken rechtsgerichteten Regierung ohne Beteiligung der arabischen Parteien auf.
dpa/sh