Bei der Parlamentswahl in Israel verzeichnet die zentrale Wahlkommission nach eigenen Angaben die höchste Beteiligung seit 1973. Bis 13.00 Uhr hatten 45 Prozent der Wahlberechtigten ihre Stimme abgegeben.
Das seien mehr als sechs Prozentpunkte im Vergleich zur letzten Wahl 2022. Vor vielen Wahllokalen bildeten sich lange Schlangen. Rund 7,3 Millionen Wahlberechtigte sind aufgerufen, die 120 Abgeordneten der Knesset zu bestimmen.
Ministerpräsident Benjamin Netanjahu und seine Frau Sara Netanjahu gaben ihre Stimme in einem Wahllokal in Jerusalem ab. Sie appellierten an ihre Anhänger, sich an der Wahl zu beteiligen. Auch sein wichtigster Herausforderer, der frühere Militärchef Gadi Eisenkot, rief zur Wahl auf.
Laut Medienberichten reisten zudem 70.000 Israelis aus dem Ausland an, um vor Ort ihre Stimme abzugeben. Die Parlamentswahl wird als Schicksalswahl für die innenpolitische und gesellschaftspolitische Ausrichtung des Landes bezeichnet.
Es ist die erste Parlamentswahl in Israel seit dem Hamas-Massaker vom 7. Oktober 2023 und dem darauffolgenden Gaza-Krieg. Die Wahllokale sollen um 21.00 Uhr MEZ schließen. Danach werden erste Prognosen auf der Grundlage von Nachwahlbefragungen erwartet.
dpa/jp/rop