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Oxfam-Studie: Superreiche für Großteil des Ausstoßes an Treibhausgasen verantwortlich

27.10.202607:15
Privatjet (Illustrationsbild: Pierre Albouy/AFP)
Illustrationsbild: Pierre Albouy/AFP

Das reichste 0,1 Prozent der Weltbevölkerung verursacht mehr Treibhausgase als die ärmsten 44 Prozent zusammengenommen. Das berichtet die Nichtregierungsorganisation Oxfam in einem neuen Bericht. Anders ausgedrückt: Die acht Millionen reichsten Menschen auf der Erde sind stärker für den Klimawandel verantwortlich als die ärmsten 3,5 Milliarden Menschen.

Auch in Belgien sind die Superreichen laut einem Oxfam-Sprecher für 14 Mal so viel CO2-Ausstoß verantwortlich wie der Durchschnitt der Bevölkerung.

Oxfam kommt nach Analyse verschiedener Daten auch zu dem Schluss, dass das reichste eine Prozent der Weltbevölkerung für ein Fünftel der Klimaerwärmung seit 1990 verantwortlich ist. Die Emissionen der Superreichen haben demnach eine jährliche hitzebedingte Übersterblichkeit von 1,9 Millionen Toten zur Folge. Besonders ärmere Länder seien von dieser Übersterblichkeit betroffen.

Die Nichtregierungsorganisation schätzt außerdem, dass die Superreichen bis 2050 Klimaschäden in Höhe von 53 Milliarden Euro anrichten werden. Besonders schädlich sind im Zusammenhang mit den Superreichen laut Oxfam Flüge mit Privatmaschinen. In nur zwei Sekunden verursache ein solcher Flug mehr Kohlenstoffdioxid als ein armer Mensch in einem ganzen Jahr. Um zum Beispiel die 9.000 Flugstunden in Privatmaschinen von Belgien aus zu kompensieren, müssten 173.000 Bäume gepflanzt werden.

Die Nichtregierungsorganisation hebt in ihrem Bericht auch hervor, dass die gleichen Menschen, die den Klimawandel verursachen, oft auch von der Beseitigung klimawandelbedingter Schäden profitieren.

Boris Schmidt

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