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Mehr als 3.000 Palästinenser aus Hebron vertrieben: UN-Kommission wirft Israel Verbrechen gegen die Menschlichkeit vor

26.10.202614:1126.10.2026 - 14:15
  • Israel
  • Palästinensische Autonomiegebiete
Zwei Israelische Soldaten in Tarn-Uniform patrouillieren auf der Straße, im Hintergrund Betonblocks einer Straßensperre, davor liegen Trümmer
Israelische Soldaten patrouillieren am nördlichen Kontrollpunkt in Hebron (Bild: John Wessels/AFP)

Eine internationale Untersuchungskommission der Vereinten Nationen wirft Israel Verbrechen gegen die Menschlichkeit an Palästinensern im Westjordanland vor. Dazu zähle auch das Verbrechen der Ausrottung. Hinzu kämen Folter, Vergewaltigung und andere Formen sexueller Gewalt.

Zugleich hält die Kommission an ihrer Einschätzung fest, dass Israel im Gazastreifen einen Völkermord begeht. Der Bericht wurde am Montag von der Unabhängigen Internationalen Untersuchungskommission der Vereinten Nationen zu den besetzten palästinensischen Gebieten einschließlich Ostjerusalems sowie zu Israel veröffentlicht.

In Hebron sind seit Beginn einer israelischen Militäroperation am Freitag mehr als 3.000 Menschen aus ihren Wohnungen vertrieben worden. Betroffen sind nach Angaben der Stadtverwaltung fast 500 Familien. Unter den Vertriebenen seien 209 Kinder unter zwei Jahren.

In benachbarten Stadtvierteln seien hunderte Menschen eingeschlossen und würden am Verlassen ihrer Häuser gehindert. Auslöser der Operation war ein tödlicher Angriff am Freitag in der Nähe von Hebron. Dabei wurden zwei israelische Soldaten getötet. Am Dienstag finden in Israel Parlamentswahlen statt. Dann wird das israelische Militär das Westjordanland vollständig abriegeln.

belga/mh

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