In Brasilien hat die Stichwahl um das Präsidentenamt begonnen. Amtsinhaber Lula da Silva von der Mitte-links-Partei tritt gegen seinen konservativen Herausforderer Bolsonaro an, den Sohn des verurteilten Ex-Präsidenten Jair Bolsonaro.
Knapp 160 Millionen Wahlberechtigte sind zur Stimmabgabe aufgerufen. In den Umfragen liegt Bolsonaro knapp vor Lula. Bereits in der ersten Wahlrunde hatte Bolsonaro überraschend mit 47 Prozent der Stimmen vor Lula gelegen, der auf 45 Prozent kam.
Beide Kandidaten versuchen nun, die rund 33 Millionen Menschen für sich zu gewinnen, die in der ersten Runde nicht gewählt hatten. Das entspricht etwa einem Fünftel der Wahlberechtigten.
Ein Sieg Bolsonaros würde als weiterer Erfolg des konservativen Lagers in Lateinamerika gelten, das auch von US-Präsident Trump unterstützt wird.
belga/mh