In Indonesien haben Menschen in mehreren Städten gegen die giftigen Rauchschwaden der verheerenden Waldbrände auf den Inseln Borneo und Sumatra demonstriert.
Zu den Protesten hatten vor allem Studierende aufgerufen. Sie werfen der Regierung Unfähigkeit und Korruption vor und kritisieren, dass die seit Juli wütenden Brände nicht unter Kontrolle gebracht werden. Proteste gab es unter anderem in der Hauptstadt Jakarta sowie in Bandung, Yogyakarta und Makassar.
Nach Angaben der indonesischen Katastrophenschutzbehörde sind mehr als 60.000 Feuerwehrleute und freiwillige Helfer im Einsatz. Dennoch ist das Ausmaß der Zerstörung enorm: In den ersten neun Monaten dieses Jahres sind in Indonesien bereits mehr als 1,9 Millionen Hektar Wald abgebrannt.
Der giftige Rauch beeinträchtigt die Gesundheit Hunderttausender Menschen. Die Luftverschmutzung reicht inzwischen auch bis in die Nachbarländer Malaysia und Singapur.
belga/mh