In Afghanistan könnten bis April kommenden Jahres rund 19,2 Millionen Menschen von akuter Ernährungsunsicherheit betroffen sein. Das ist mehr als ein Drittel der Bevölkerung. Davor warnt das Büro der Vereinten Nationen für die Koordinierung humanitärer Angelegenheiten, OCHA.
Fünf Millionen Menschen drohe dabei eine besonders schwere Hungerkrise, hieß es dazu in Genf.
Die Krise wird durch mehrere Faktoren verschärft: schwere Erdbeben im vergangenen Jahr, Naturkatastrophen in diesem Jahr und die Rückkehr von Millionen Afghaninnen und Afghanen aus Iran und Pakistan seit 2023. Hinzu kommen die Folgen jahrelanger Konflikte, wirtschaftlicher Not und anhaltender Dürren.
Nach Angaben der Vereinten Nationen wird die Lage zusätzlich dadurch verschärft, dass etwa ein Drittel der Ernährungszentren im Land geschlossen wurde - vor allem wegen gekürzter Finanzmittel.
dpa/mh