Schüler und Studenten haben in Frankreich erneut für bessere Schulen demonstriert. Sie fordern mehr Lehrer, eine bessere Ausstattung und bessere Lernbedingungen. In Paris und anderen Großstädten unterstützten Gewerkschaften die Proteste.
Die Schüler verlangen zehn Milliarden Euro mehr für die Bildung. Im Haushalt sind bisher 1,2 Milliarden vorgesehen. Die Regierung sagte zusätzlich mehr als 3.000 Vertretungslehrer zu. Den Demonstranten reicht das nicht.
Im Nachmittag schlugen die Proteste erneut in Gewalt um. In Paris setzte die Polizei Wasserwerfer und Tränengas gegen Randalierer ein. Sie hatten Gegenstände geworfen, Brände gelegt sowie Geschäfte und Cafés beschädigt. Auch in Lyon griffen Gewalttäter Einsatzkräfte an. Mehrere Beamte wurden verletzt. In Straßburg, Nantes und Rennes kam es ebenfalls zu Zusammenstößen.
Die Gewalt ging meist nicht von den Schülern aus, sondern von aggressiven Gruppen. Bildungsminister Geffray sprach von einer kleinen, extrem gewalttätigen Minderheit.
dpa/vk