Bei einem Raketenangriff auf den Flughafen der saudi-arabischen Hauptstadt Riad sind zwölf Menschen getötet und mehr als 300 weitere verletzt worden.
Es handelt sich um den tödlichsten Angriff auf saudischem Staatsgebiet seit mehr als zehn Jahren.
Der Angriff soll von den Huthi-Rebellen im Jemen ausgeführt worden sein. Die proiranische Miliz drohte am Sonntag mit weiteren Angriffen.
Der Konflikt zwischen den Huthi und Saudi-Arabien hat sich zuletzt wieder verschärft. Saudi-Arabien unterstützt seit 2015 die jemenitischen Regierungstruppen im Kampf gegen die Huthi, die ihrerseits vom Iran unterstützt werden. Seit Beginn des Krieges der USA und Israels gegen den Iran sind auch Golfstaaten wie Saudi-Arabien zunehmend Ziel iranischer Vergeltungsangriffe geworden.
Nach dem Raketenangriff wurde der Flugverkehr am Flughafen von Riad eingestellt. Der Flughafen war diese Woche bereits mehrfach unter Beschuss geraten.
International löste die Attacke scharfe Reaktionen aus. EU-Kommissionspräsidentin von der Leyen sprach von einer gefährlichen Eskalation. UN-Generalsekretär Guterres zeigte sich tief erschüttert und forderte ein sofortiges Ende der Angriffe auf Zivilisten und zivile Infrastruktur.
vrt/dpa/sh/mh