Die Vereinten Nationen warnen vor einer dramatischen humanitären Lage im Gazastreifen. Kurz vor Beginn des Winters haben fast zwei Millionen Menschen noch immer keine angemessene Unterkunft. Das teilte die Internationale Organisation für Migration mit.
Rund 1,8 Millionen Palästinenser seien zum vierten Mal in Folge nicht ausreichend vor Regen, Überschwemmungen und Kälte geschützt. Mehr als die Hälfte der derzeit genutzten Zelte und Notunterkünfte sei in einem schlechten Zustand und müsse ersetzt werden.
Wegen fehlender Alternativen lebten viele Familien in kriegsbeschädigten Gebäuden, die erhebliche Sicherheitsrisiken darstellten. Erst im vergangenen Monat waren in Gaza-Stadt 21 Menschen, darunter zwölf Kinder, beim Einsturz eines beschädigten sechsstöckigen Gebäudes ums Leben gekommen.
Die verfügbaren Hilfsgüter reichten nur für rund 17 Prozent des ermittelten Winterbedarfs. Die Vereinten Nationen fordern deshalb, dringend mehr Hilfsgüter und Baumaterial für Notunterkünfte in den Gazastreifen zu lassen.
belga/mh