Die rechtsextreme AfD stellt im ostdeutschen Bundesland Sachsen-Anhalt erstmals den Landtagspräsidenten. Der AfD-Abgeordnete Tobias Rausch wurde am Dienstag mit absoluter Mehrheit gewählt. Es ist das erste Mal seit dem Ende des Nazi-Regimes 1945, dass ein Rechtsextremer in Deutschland ein solches Amt übernimmt.
In geheimer Wahl stimmten 48 Abgeordnete für Rausch. 29 votierten gegen ihn, fünf enthielten sich. Die Mehrheit fiel damit größer aus als erwartet.
Die AfD verfügt im Landtag über 39 der 83 Sitze. Vorab hatte nur das linksextreme und prorussische BSW mit ihren fünf Abgeordneten öffentlich Unterstützung zugesagt.
Die Wahl fand einen Monat nach dem klaren Sieg der AfD bei der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt statt. Der AfD Landesverband Sachsen-Anhalt gilt laut Verfassungsschutz als gesichert rechtsextrem.
belga/vk